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Trotz ihres extrem breiten pharmakologischen Wirkspektrums finden Betuline in Pflege und Therapie sehr spärlich Verwendung. Woran liegt das? Ein Grund dafür lässt sich ganz einfach auf den Punkt bringen: Betuline scheuen das Wasser. Daher scheuen Unternehmen und Produktentwickler die Betuline - sie sind schlichtweg schwer in eine Zubereitung einzubinden. Dieser Herausforderung haben sich schon einige Wissenschaftler gestellt - bislang überwiegend erfolglos. Mittlerweile überwand die Forschung jedoch auch diese Hürde: Das Betulin wird in einem patentierten Verfahren aus der Birkenrinde extrahiert. Dieser Trockenextrakt bildet zusammen mit Pflanzenöl ein Gel - das so genannte Betulin-Oleogel. Wenn in dieses Betulin-Oleogel Wasser eingemischt wird, entsteht daraus eine stabile W/O Emulsion (Betulin-Emulsion), die ohne Emulgatoren, ohne Konservierungsstoffe oder andere Hilfsstoffe auskommt. Ein weiteres Hindernis ergbit sich aus der hohen Dosierung, die bisher in tierexperimentellen Studien notwendig war. Schließt man von diesen Studien auf die Anwendung am Menschen, so lägen hier die wirksamen Dosierungen im Grammbereich.
Anwendung finden Betuline bereits in der Hautpflege und der Behandlung von Hauterkrankungen. Zahlreiche weitere Einsatzgebiete - auch als Arzneimittel - sind aufgrund des großen pharmakologischen Potentials denkbar und Gegenstand wissenschaftlicher Forschung weltweit.
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