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Auf die Zubereitung kommt es an

Pflanzliche Tees werden auch als Medizinprodukte angewandt. Die Wirkungen von Misteltee  zum Beispiel bei Herz-/ Kreislauferkrankungen oder auch Arthritis sind hinlänglich bekannt. Positive Einflüsse auf Krebserkrankungen werden in Zusammenhang mit den enthaltenen Triterpenen diskutiert.  Jüngste Untersuchungen von Sebastian Jäger und Mitarbeitern zeigen, dass die Zubereitungsart einen Einfluss auf die Konzentration der enthaltenen Stoffe hat und damit möglicherweise die Wirkung oder das Sicherheitsprofil einer pflanzlichen Teezubereitung verändern können.

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Vorkommen PDF

Betulin und seine Verwandten sind überwiegend pflanzlichen Ursprungs und im
Pflanzenreich weit verbreitet.

Mit Abstand den höchsten Betulingehalt ( > 20 %) weist die Birke in ihrem Kork auf. Auch im
Kork der Platane findet man Betuline, mit bis zu 3 % jedoch eine deutlich geringere Menge.
Betuline in Konzentrationen zwischen 0,5 - 4 % finden sich neben Oleander und der
weißbeerigen Mistel, die medizinisch genutzt werden, auch in Pflanzen, die Bestandteil
unserer täglichen Nahrung sind. Hierzu gehören die Früchte des Olivenbaums, die Blätter
des Rosmarinstrauches und die Schale des Apfels. In zahlreichen weiteren Pflanzen
unseres Speiseplans wie z.B. Oregano, Birnen und Rosinen finden sich ebenfalls
Betuline, jedoch in Mengen unter 0,5 %.

In einer Studie des Carl Gustav Carus-Institutes wurden 39 verschiedene Pflanzen
und Pflanzenteile ( Schalen, Blätter, Früchte) auf ihren Gehalt an Triterpenen untersucht. Interessanterweise fanden sich gerade bei Pflanzen, die in der mediterranen Küche als
Gewürze verwendet werden hohe Konzentrationen. Rosmarin beispielsweise enthält ein
Gemisch aus Betulinsäure, Oleanolsäure sowie Ursolsäure. In der Olive dominiert dagegen
die Oleanolsäure, beim Apfel die Ursolsäure.
Gerade in mediterranen Ländern werden schätzungsweise 15 mg Betuline pro Tag durch
den Verzehr von Olivenöl und Gewürzen aufgenommen. Wir Mitteleuropäer kommen
dagegen durch den Genuss von Äpfeln oder Birnen gerade mal auf 0,15 mg. Es erhebt
sich also die Frage, ob die gesunde Wirkung der mediterranen Lebensweise - tatsächlich
leiden Menschen der Mittelmeerländer weniger unter Herz-Kreislauferkrankungen,
Bluthochdruck und Übergewicht - auch auf die höhere Zufuhr von Betulinen zurückzuführen
ist. (Lit: Jäger S.et al, Molecules 2009, 14;2016-2031)

Betuline reichern sich vor allem in Rinden sowie im Oberflächenwachs von Blättern und
Früchten an. Zumeist erfüllen Betuline für die Pflanze eine Schutzfunktion. Ihr Gehalt wird
deshalb durch Umgebungseinflüsse wie Temperatur, Nährstoffzufuhr, Schädlingsbefall
oder Sonneneinstrahlung beeinflusst und unterliegt so starken Schwankungen. Die in den
Tabellen der Steckbriefe angegebenen Gehalte der Betuline sind durchschnittliche auf die
Trockenmasse der jeweiligen Pflanzenorgane bezogene Konzentrationen.

In der Fotogalerie stehen Bilder der in den Steckbriefen beschriebenen Pflanzen in hoher Druckqualität als Download zur Verfügung.


Weiße Birkenrinde

Birkenkork, Aufnahme mit dem Elektronenmikroskop