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Betulin und seine Verwandten sind überwiegend pflanzlichen Ursprungs und im Pflanzenreich weit verbreitet.
Mit Abstand den höchsten Betulingehalt ( > 20 %) weist die Birke in ihrem Kork auf. Auch im Kork der Platane findet man Betuline, mit bis zu 3 % jedoch eine deutlich geringere Menge. Betuline in Konzentrationen zwischen 0,5 - 4 % finden sich neben Oleander und der weißbeerigen Mistel, die medizinisch genutzt werden, auch in Pflanzen, die Bestandteil unserer täglichen Nahrung sind. Hierzu gehören die Früchte des Olivenbaums, die Blätter des Rosmarinstrauches und die Schale des Apfels. In zahlreichen weiteren Pflanzen unseres Speiseplans wie z.B. Oregano, Birnen und Rosinen finden sich ebenfalls Betuline, jedoch in Mengen unter 0,5 %.
In einer Studie des Carl Gustav Carus-Institutes wurden 39 verschiedene Pflanzen und Pflanzenteile ( Schalen, Blätter, Früchte) auf ihren Gehalt an Triterpenen untersucht. Interessanterweise fanden sich gerade bei Pflanzen, die in der mediterranen Küche als Gewürze verwendet werden hohe Konzentrationen. Rosmarin beispielsweise enthält ein Gemisch aus Betulinsäure, Oleanolsäure sowie Ursolsäure. In der Olive dominiert dagegen die Oleanolsäure, beim Apfel die Ursolsäure. Gerade in mediterranen Ländern werden schätzungsweise 15 mg Betuline pro Tag durch den Verzehr von Olivenöl und Gewürzen aufgenommen. Wir Mitteleuropäer kommen dagegen durch den Genuss von Äpfeln oder Birnen gerade mal auf 0,15 mg. Es erhebt sich also die Frage, ob die gesunde Wirkung der mediterranen Lebensweise - tatsächlich leiden Menschen der Mittelmeerländer weniger unter Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck und Übergewicht - auch auf die höhere Zufuhr von Betulinen zurückzuführen ist. (Lit: Jäger S.et al, Molecules 2009, 14;2016-2031)
Betuline reichern sich vor allem in Rinden sowie im Oberflächenwachs von Blättern und Früchten an. Zumeist erfüllen Betuline für die Pflanze eine Schutzfunktion. Ihr Gehalt wird deshalb durch Umgebungseinflüsse wie Temperatur, Nährstoffzufuhr, Schädlingsbefall oder Sonneneinstrahlung beeinflusst und unterliegt so starken Schwankungen. Die in den Tabellen der Steckbriefe angegebenen Gehalte der Betuline sind durchschnittliche auf die Trockenmasse der jeweiligen Pflanzenorgane bezogene Konzentrationen.
In der Fotogalerie stehen Bilder der in den Steckbriefen beschriebenen Pflanzen in hoher Druckqualität als Download zur Verfügung.
 Weiße Birkenrinde
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 Birkenkork, Aufnahme mit dem Elektronenmikroskop |
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