Ein neuartiger Triterpenhaltiger Mistelextrakt beweist in verschiedenen Krebs-Zellmodellen ein hohes antitumorales Potential. Gleich zwei Forschergruppen publizierten jüngst entsprechende Ergebnisse: demnach hemmt der Mistelextrakt, der eine hohe Oleanolsäurekonzentration aufweist, das Wachstum von Maus - Melanomzellen und wirkt ebenso bei akuter lymphoblastischer Leukämie in vitro und in vivo cytotoxisch. Der Effekt beruht offenbar auf dem Anstoßen der sogenannten Apoptose (gesteuerter Zelltod), die eine wichtige Funktion bei der Eliminierung entarteter Zellen hat.
Prof. Dr. Rolf Daniels studierte an der Universität Regensburg Pharmazie und promovierte 1985 im Fach Pharmazeutische Technologie. Zunächst ging er für zwei Jahre als Laborleiter in die pharmazeutische Industrie, wobei er die Qualifikation zum Herstellungs- und Kontrollleiter erwarb. 1988 ging er zurück an die Universität Regensburg, wo er sich 1994 habilitierte. Danach hatte er zehn Jahre eine C3-Professur am Institut für Pharmazeutische Technologie an der Universität Braunschweig inne, bevor er im April 2005 die Leitung des Lehrstuhls für Pharmazeutische Technologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen übernahm.
„Betulin-stabilisierte Emulsionen, sog. Betulsionen, sind ein faszinierendes Formulierungsprinzip, da hier der Wirkstoff gleichzeitig Hilfsstoff ist. Betulsionen kommen daher dem Konzept eines idealen Hautpflegeproduktes sehr nahe. Die Aufklärung des zugrundeliegenden Stabilisierungsprinzips ist eine spannende wissenschaftliche Fragestellung.“